UniFi Cloud Gateway Fiber am Glasfaseranschluss einrichten

Glasfaser-Router mit UniFi Cloud Gateway: So schöpfen Sie Ihren FTTH-Anschluss voll aus.

Ein Glasfaseranschluss liefert Bandbreite im Überfluss – aber die meisten Provider-Router und Fritzboxen werden dem nicht gerecht. Kein 10-GBit-Uplink, keine professionelle Firewall, keine VLAN-Segmentierung. Mit einem UniFi Cloud Gateway am Glasfaseranschluss nutzen Sie das volle Potenzial Ihres FTTH-Anschlusses – inklusive IDS/IPS, zentralem Management und optionaler Kameraaufzeichnung.

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Häufige Fragen zum UniFi Cloud Gateway am Glasfaseranschluss

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Einrichtung eines UniFi Cloud Gateways an Glasfaseranschlüssen von Telekom, Deutsche Glasfaser, 1&1 und anderen Providern.

Ja. Das Cloud Gateway Fiber hat SFP+-Ports, in die ein GPON-SFP-Modul (z. B. Zyxel PMG3000-D20B oder LuLeey LL-XS2510) eingesteckt werden kann. Das Glasfaserkabel wird dann direkt vom Hausübergabepunkt in das SFP-Modul geführt. Das SFP-Modul muss beim Provider als neues Modem registriert werden – dazu geben Sie die Modem-ID (GPON-SN) telefonisch oder über das Kundenportal durch. Bei der Telekom funktioniert das über die Glasfaser-Hotline.
Am häufigsten eingesetzt werden das Zyxel PMG3000-D20B (wird auch von der Telekom als „Digitalisierungsbox Glasfasermodem" vertrieben) und das LuLeey LL-XS2510. Beide sind GPON-kompatibel und funktionieren im SFP+-Port des Cloud Gateway Fiber. Wichtig: Vergleichen Sie immer die GPON-SN auf dem Modul selbst (nicht nur auf der Verpackung) mit der beim Provider registrierten Modem-ID – bei manchen Lieferungen stimmen die Nummern nicht überein.
Das hängt vom Provider ab. An Telekom FTTH und 1&1 Glasfaser (im Telekom-Netz) ist VLAN 7 erforderlich – die PPPoE-Einwahl funktioniert ohne VLAN-Tag nicht. Bei Deutsche Glasfaser wird DHCP ohne VLAN-Tag verwendet – VLAN 7 darf dort nicht gesetzt werden, sonst schlägt die Verbindung fehl. Falls Sie unsicher sind: Testen Sie zuerst ohne VLAN-ID. Wenn die Verbindung nicht zustande kommt, aktivieren Sie VLAN 7.
EasyLogin ist eine Telekom-Funktion, die den Anschluss anhand der Leitung identifiziert – unabhängig von den eingetragenen PPPoE-Zugangsdaten. Das bedeutet: Die Einwahl funktioniert auch mit leeren oder falschen Zugangsdaten. Das ist praktisch für die erste Inbetriebnahme, sollte aber nicht als Dauerlösung genutzt werden. Tragen Sie immer die korrekten Zugangsdaten im UniFi Controller ein, damit die Verbindung auch nach einer Provider-seitigen Änderung stabil bleibt.
Nein. UniFi Cloud Gateways unterstützen kein deutsches DS-Lite (Dual-Stack Lite). Falls Ihr Provider DS-Lite nutzt (häufig bei 1&1 und regionalen Anbietern), bitten Sie um Umstellung auf Dual-Stack – das ist in der Regel kostenlos möglich. Alternativ muss ein DS-Lite-fähiger Router (z. B. eine Fritzbox) vorgeschaltet werden. In diesem Fall lesen Sie unseren Artikel Fritzbox Bridge Mode mit UniFi Gateway.
Ja. Auch wenn das Cloud Gateway die Internetverbindung direkt über den ONT aufbaut, kann die Fritzbox als DECT-Basisstation und SIP-Telefoniegerät im Netzwerk verbleiben. Schließen Sie die Fritzbox per Ethernet an einen UniFi Switch an und betreiben Sie sie im IP-Client-Modus. Die Telefonie-Zugangsdaten werden weiterhin in der Fritzbox konfiguriert. Das WLAN der Fritzbox sollte deaktiviert werden.
Das Cloud Gateway Ultra hat einen IDS/IPS-Durchsatz von 1 Gbit/s. Für Glasfaseranschlüsse bis 1 Gbit/s ist das ausreichend, solange Sie keine Kameraaufzeichnung auf dem Gateway benötigen. Für Anschlüsse mit mehr als 1 Gbit/s oder wenn UniFi Protect Kameras aufgezeichnet werden sollen, empfehlen wir das Cloud Gateway Max (2,3 Gbit/s IDS/IPS, NVMe-Slot) oder das Cloud Gateway Fiber (5 Gbit/s IDS/IPS, 10-GBit-SFP+-Ports). Einen ausführlichen Vergleich aller Modelle finden Sie in unserem Artikel Fritzbox Alternative: UniFi Cloud Gateway.

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