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Windows Update Zertifikate laufen 2027 ab: Welche Firmengeräte jetzt ein Update brauchen

NewsThomas Honemeyer, Vorstand

Am 17. Mai und am 19. Juni 2027 laufen Zertifikate ab, über die Windows-Geräte sich mit Windows Update verbinden. Geräte ohne die Ersatzzertifikate erhalten danach keine Updates mehr. Wir zeigen, welche Clients und Server betroffen sind und was Sie jetzt prüfen sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Microsoft laufen Zertifikate, mit denen Windows-Geräte eine vertrauenswürdige Verbindung zu Windows Update aufbauen, am 17. Mai 2027 und am 19. Juni 2027 ab.
  • Geräte ohne die Ersatzzertifikate verlieren nach dem jeweiligen Stichtag den Zugriff auf Windows Update.
  • Für Windows Server 2016, Windows Server 2019 und Windows 10 Enterprise 2019 LTSC gilt die frühere Frist am 17. Mai 2027, nötig ist das Sicherheitsupdate vom Juli 2026 oder neuer.
  • Windows 11 ab Version 25H2 braucht keine Maßnahme, die übrigen unterstützten Versionen benötigen ein aktuelles monatliches Update vor dem 19. Juni 2027.
  • Geräte, die Updates über WSUS beziehen, sind laut Microsoft von dieser Änderung nicht betroffen.

Was ändert sich bei den Windows Update Zertifikaten?

Die Windows Update Zertifikate, mit denen Windows-Geräte eine vertrauenswürdige Verbindung zu Windows Update aufbauen, laufen 2027 ab. Microsoft hat das am 8. Oktober 2026 im Windows Message Center angekündigt und am 3. November 2026 in der Monatsübersicht für IT-Administratoren erneut hervorgehoben. Es gibt zwei Stichtage: den 17. Mai 2027 und den 19. Juni 2027.

Damit ein Gerät nach dem jeweiligen Stichtag weiterhin Updates erhält, muss es die Ersatzzertifikate bereits enthalten. Fehlen sie, verliert das Gerät laut Microsoft den Zugriff auf Windows Update. Ein Gerät, das bis dahin nicht aktualisiert wurde, kann sich die fehlenden Zertifikate danach also nicht mehr auf dem üblichen Weg über Windows Update holen.

Welche Geräte müssen bis wann aktualisiert sein?

Laut Microsoft brauchen die meisten Geräte mit einer unterstützten Windows-Version keine besondere Maßnahme, wenn sie die monatlichen Updates regelmäßig erhalten. Entscheidend ist die Version:

  • Windows 11 ab Version 25H2: keine Maßnahme nötig.
  • Windows 11 Version 24H2 und Windows Server 2025: Sicherheitsupdate vom September 2025 oder neuer, installiert vor dem 19. Juni 2027.
  • Andere unterstützte Versionen von Windows 11, Windows Server 2022 und unterstützte Versionen von Windows 10: Sicherheitsupdate vom Juli 2026 oder neuer, installiert vor dem 19. Juni 2027.
  • Windows 10 Enterprise 2019 LTSC, Windows Server 2019 und Windows Server 2016: Sicherheitsupdate vom Juli 2026 oder neuer, installiert vor dem 17. Mai 2027.
  • Alle anderen Windows-Versionen: Microsoft empfiehlt das Upgrade auf eine unterstützte Version von Windows oder Windows Server.

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Warum Server und Sondergeräte zuerst auf die Liste gehören

Die frühere Frist am 17. Mai 2027 betrifft ausgerechnet die Systeme, die in vielen Unternehmen am seltensten angefasst werden: ältere Windows Server und LTSC-Geräte an Maschinen, Kassen, Terminals oder in der Produktion. Gerade dort werden Updates oft bewusst zurückgehalten oder nur in Wartungsfenstern eingespielt.

Bei Windows Server 2016 kommt ein zweiter Termin hinzu: Der erweiterte Support endet laut Microsoft am 12. Januar 2027. Wer diese Server noch betreibt, sollte die Migration ohnehin jetzt planen. Welche Wege es dafür gibt, haben wir im Beitrag zum Windows Server 2016 Support Ende zusammengefasst.

Nicht verwechseln: Windows Update Zertifikate und Secure Boot Zertifikate

Die Windows Update Zertifikate sind nicht dieselben wie die Secure Boot Zertifikate, die seit Juni 2026 ablaufen. Bei Secure Boot geht es um die Zertifikate in der Firmware, die den sicheren Start des Geräts absichern. Bei der aktuellen Änderung geht es um die Verbindung des Geräts zu Windows Update. Für beide Themen gilt aber dieselbe Lehre: Geräte, die monatlich aktualisiert werden, sind im Vorteil. Was bei Secure Boot noch zu tun ist, lesen Sie in unserem Beitrag zu den Secure Boot Zertifikaten.

Was gilt für Geräte mit WSUS?

Laut Microsoft gilt die Änderung nicht für Geräte, die ihre Updates über Windows Server Update Services (WSUS) beziehen. Unternehmen, die einen Teil ihrer Geräte über WSUS und einen anderen Teil direkt über Windows Update oder Microsoft Intune versorgen, sollten genau wissen, welches Gerät welchen Weg nutzt. Denn nur so lässt sich sagen, welche Geräte von den Stichtagen betroffen sind.

So bereiten Sie Ihr Unternehmen vor

  1. Bestand erfassen: Listen Sie alle Windows-Clients und Server mit Version und Stand des letzten installierten Updates auf, auch Geräte außerhalb der zentralen Verwaltung.
  2. Update-Quelle klären: Halten Sie fest, ob ein Gerät seine Updates über WSUS, direkt über Windows Update oder über Microsoft Intune erhält.
  3. Server und LTSC-Geräte priorisieren: Für Windows Server 2016, Windows Server 2019 und Windows 10 Enterprise 2019 LTSC gilt der 17. Mai 2027. Planen Sie die Wartungsfenster jetzt.
  4. Monatliche Updates verlässlich ausrollen: Mit Microsoft Intune und Windows Autopatch sehen Sie, welche Geräte hinterherhängen, und verteilen Updates gestaffelt.
  5. Altsysteme ersetzen: Geräte mit nicht mehr unterstützten Windows-Versionen erhalten keine Lösung über die monatlichen Updates. Hier hilft nur das Upgrade oder der Austausch.

Wie die InSys AG® Sie unterstützt

Die InSys AG® ist Microsoft Solutions Partner für Security und betreut als Microsoft Direct CSP mehr als 80.000 Microsoft 365 Lizenzen bei Kunden. Wir prüfen mit Ihnen, welche Geräte vor den Stichtagen aktualisiert werden müssen, richten ein verlässliches Update-Management mit Microsoft Intune und Windows Autopatch ein und planen die Ablösung älterer Server. Mehr zu unseren Leistungen finden Sie auf unserer Seite zu Microsoft 365 und Security. Rufen Sie uns an unter +49 (521) 260105-0 oder nutzen Sie das Kontaktformular unter diesem Beitrag.

Häufige Fragen

Wann laufen die Windows Update Zertifikate ab?

Laut Microsoft laufen Zertifikate, mit denen Windows-Geräte eine vertrauenswürdige Verbindung zu Windows Update aufbauen, am 17. Mai 2027 und am 19. Juni 2027 ab. Welcher Stichtag gilt, hängt von der Windows-Version ab.

Was passiert mit Geräten ohne die neuen Zertifikate?

Geräte, die die Ersatzzertifikate bis zum jeweiligen Stichtag nicht erhalten haben, verlieren laut Microsoft den Zugriff auf Windows Update und bekommen danach keine Updates mehr auf diesem Weg.

Welche Geräte haben die frühere Frist am 17. Mai 2027?

Windows Server 2016, Windows Server 2019 und Windows 10 Enterprise 2019 LTSC. Sie benötigen das Sicherheitsupdate vom Juli 2026 oder neuer vor dem 17. Mai 2027.

Muss ich bei Windows 11 25H2 etwas tun?

Nein. Laut Microsoft ist bei Windows 11 ab Version 25H2 keine Maßnahme nötig. Bei Windows 11 24H2 und Windows Server 2025 reicht das Sicherheitsupdate vom September 2025 oder neuer vor dem 19. Juni 2027.

Sind Geräte mit WSUS betroffen?

Nein. Laut Microsoft gilt die Änderung nicht für Geräte, die ihre Updates über Windows Server Update Services (WSUS) beziehen.

Sie wollen sicher sein, dass alle Ihre Windows-Geräte nach 2027 weiter Updates erhalten? Wir prüfen das mit Ihnen.

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