UniFi MC-LAG: Ausfallsicherer Core mit zwei Switches
MC-LAG verbindet zwei UniFi Enterprise Switches zu einer logischen Einheit. Server, NAS-Systeme und Etagenverteiler bleiben auch dann online, wenn ein kompletter Switch ausfällt, und alle Leitungen arbeiten gleichzeitig. Dieser Leitfaden erklärt, wie MC-LAG funktioniert, wann es sich lohnt und wie Sie es mit UniFi umsetzen.
Ihr MC-LAG-Projekt mit uns besprechenMC-LAG (Multi-Chassis Link Aggregation) verbindet zwei UniFi Core Switches so, dass sie für Server, NAS-Systeme und Etagenverteiler wie ein einziger Switch wirken. Fällt ein kompletter Switch aus, läuft das Netzwerk ohne Unterbrechung weiter, und im Normalbetrieb arbeiten alle Leitungen gleichzeitig.
In vielen Unternehmensnetzen hängt alles an einem einzigen Core-Switch: Server, Storage, Firewall und sämtliche Etagenverteiler. Fällt dieser Switch aus oder muss er für ein Update neu starten, steht der Betrieb. MC-LAG beseitigt diesen Single Point of Failure. Mit den UniFi Enterprise Campus Switches von Ubiquiti steht das Verfahren, das bisher vor allem aus der Cisco-, Arista- und Aruba-Welt bekannt war, nun auch in der zentral verwalteten UniFi Network Oberfläche zur Verfügung. Dieser Leitfaden erklärt, wie MC-LAG funktioniert, worin es sich von Link Aggregation, Switch Stacking und Spanning Tree unterscheidet und wie Sie es mit UniFi umsetzen.
Was ist MC-LAG?
Multi-Chassis Link Aggregation einfach erklärt
MC-LAG (Multi-Chassis Link Aggregation Group, auch MLAG) ist ein Verfahren, bei dem zwei physisch getrennte Switches gegenüber angeschlossenen Geräten wie ein einziger Switch auftreten. Ein Server oder Access-Switch kann seine gebündelten Leitungen dadurch auf beide Switches verteilen und bleibt selbst dann verbunden, wenn ein kompletter Switch ausfällt.
Ein Vergleich aus dem Alltag: Klassische Redundanz mit Spanning Tree ist wie eine Stadt mit zwei Brücken über einen Fluss, von denen eine dauerhaft gesperrt bleibt und erst bei einem Unfall auf der anderen geöffnet wird. MC-LAG öffnet beide Brücken gleichzeitig. Der Verkehr verteilt sich auf beide, und fällt eine aus, fließt alles über die andere weiter, ohne dass jemand eine Absperrung umstellen muss.
Technisch baut MC-LAG auf der bekannten Link Aggregation per LACP (IEEE 802.3ad bzw. 802.1AX) auf. Bei klassischer Link Aggregation liegen alle gebündelten Leitungen zwischen genau zwei Geräten. Bei MC-LAG enden sie auf zwei Switches, die sich untereinander abstimmen und dem angeschlossenen Gerät als gemeinsamer LACP-Partner antworten. Das angeschlossene Gerät braucht dafür keine besondere Funktion, es muss nur LACP beherrschen.
Warum die InSys AG ® der richtige Ubiquiti Enterprise Partner für Sie ist
Seit 1991 planen, installieren und betreiben wir Netzwerklösungen für Unternehmen – als autorisierter Ubiquiti Enterprise Partner, UniFi Professional Integrator und Autorisiertes UniFi Schulungscenter. Mit Deutschlands größtem UniFi Democenter auf 700 m² im H1 in Bielefeld und unseren Standorten in Hamburg und Dubai.
So funktioniert MC-LAG
Die vier Bausteine einer MC-LAG-Gruppe
Das MC-LAG-Paar: Zwei baugleiche Switches bilden eine MC-LAG-Gruppe. In UniFi Network heißen sie Top Switch und Bottom Switch. Jeder der beiden behält seine eigene Steuerung, beide teilen aber ihre Informationen, zum Beispiel welche Endgeräte über welche Ports erreichbar sind.
Der Multi-Chassis Link: Die beiden Switches sind direkt miteinander verbunden. Andere Hersteller nennen diese Verbindung Peer-Link oder Inter-Switch Link (ISL), in UniFi heißt sie Multi-Chassis Link. Darüber gleichen die Switches MAC-Tabellen sowie den Spanning-Tree- und Multicast-Status ab. Fällt auf einer Seite eine Verbindung aus, leitet der Multi-Chassis Link den betroffenen Verkehr zum Partner um. Ubiquiti empfiehlt dafür mindestens zwei 100G-Ports.
Die Member-Ports: Für jedes angeschlossene Gerät wird auf beiden Switches je ein Port derselben Bündelung zugeordnet. In UniFi Network heißt das Target Device Membership. Ein Etagenverteiler hängt also mit einer Leitung am Top Switch und mit einer zweiten am Bottom Switch, und beide Leitungen bilden zusammen eine logische Verbindung.
LACP auf der Gegenseite: Das angeschlossene Gerät, ob Access-Switch, Hypervisor oder NAS, bündelt seine Ports per LACP. Es erkennt nicht, dass am anderen Ende zwei Switches stehen. Fällt ein Switch aus, verliert es lediglich eine Leitung der Bündelung und arbeitet über die verbleibende weiter.
MC-LAG, Link Aggregation, Stacking oder Spanning Tree?
Vier Wege zur Redundanz im Vergleich
MC-LAG wird häufig mit drei anderen Verfahren verwechselt, die ebenfalls Ausfallsicherheit versprechen. Alle vier haben ihre Berechtigung, lösen aber unterschiedliche Probleme. Die Übersicht zeigt, was jedes Verfahren absichert, wo es typischerweise eingesetzt wird und welche UniFi Modelle es unterstützen.
- Kabel- oder Portausfall abgesichert
- Ausfall eines ganzen Switches abgesichert
- Alle Leitungen aktiv (Active-Active)
- Wartung im laufenden Betrieb
- Getrennte Steuerung je Switch
- Endgeräte nutzen Standard-LACP
- UniFi ECS-Aggregation und ECS-Core
- Herstellerspezifisch, gleiches Modell nötig
- Kabel- oder Portausfall abgesichert
- Kein Schutz bei Switch-Ausfall
- Alle Leitungen aktiv
- Neustart unterbricht die Verbindung
- Getrennte Steuerung je Gerät
- Offener Standard IEEE 802.1AX
- Fast alle verwalteten UniFi Switches
- Herstellerübergreifend nutzbar
- Portausfall abgesichert per Cross-Stack-LAG
- Ausfall eines Stack-Mitglieds abgesichert
- Alle Leitungen aktiv
- Stack-Updates betreffen alle Mitglieder
- Gemeinsame Steuerung für den Stack
- Verwaltung wie ein einziges Gerät
- UniFi ECS-S-Serie, bis zu vier je Stack
- Herstellerspezifisch
- Portausfall abgesichert, mit Umschaltzeit
- Switch-Ausfall abgesichert, mit Umschaltzeit
- Ersatzweg bleibt blockiert
- Umschalten unterbricht kurz den Betrieb
- Getrennte Steuerung je Gerät
- Offener Standard IEEE 802.1w
- Alle UniFi Switches
- Herstellerübergreifend nutzbar
Die vier Verfahren schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich. Switch Stacking eignet sich für den Access-Bereich, wenn viele Ports wie ein Gerät verwaltet werden sollen. MC-LAG ist die Wahl für den Core, weil beide Switches eigenständig bleiben und ein Softwarefehler nicht beide gleichzeitig trifft.
Spanning Tree bleibt in jedem Netzwerk als Schleifenschutz aktiv, ist aber kein Redundanzkonzept mit voller Bandbreite. Welche Kombination zu Ihrem Netzwerk passt, klären wir in der Ubiquiti UniFi Beratung und Netzwerkplanung.
Technische Angaben: Ubiquiti Help Center und IEEE-Standards. Stand: Oktober 2026.
Vorteile und Grenzen von MC-LAG
Was MC-LAG leistet und worauf Sie achten sollten
Die Vorteile
Ausfallsicherheit auf Switch-Ebene: Ubiquiti beschreibt den Failover bei Ausfall einer Leitung, eines Ports oder eines ganzen Switches als nahezu sofortig.
Volle Bandbreite: Alle Uplinks sind aktiv. Spanning Tree muss keine Leitung als Reserve blockieren.
Wartung im laufenden Betrieb: Ein Switch kann neu gestartet oder aktualisiert werden, während der andere den Verkehr trägt.
Getrennte Steuerung: Anders als beim Stacking bleiben beide Switches eigenständig. Ein Softwarefehler trifft nicht automatisch beide.
Kompatibel zu Endgeräten: Jedes Gerät mit LACP lässt sich anbinden, auch Server und Storage anderer Hersteller.
Die Grenzen
Kein offener Standard: Das MC-LAG-Paar besteht immer aus zwei baugleichen Switches desselben Herstellers.
Gleiche Geschwindigkeit: Alle Ports einer Bündelung müssen gleich schnell sein. Identische SFP-Module oder DAC-Kabel vermeiden Probleme.
Dimensionierung des Multi-Chassis Link: Fällt eine Seite aus, läuft Querverkehr über diese Verbindung. Sie muss entsprechend stark ausgelegt sein.
Layer 3 ist eine eigene Aufgabe: MC-LAG sichert die Switch-Ebene. Für das Gateway sorgt bei UniFi der Shadow Mode (VRRP) für Redundanz.
Firmware-Disziplin: Ubiquiti entwickelt MC-LAG laufend weiter. Updates gehören geplant ins Wartungsfenster, mit Blick in die Release Notes.
Wann lohnt sich MC-LAG?
MC-LAG lohnt sich überall dort, wo ein Ausfall des Core-Switches den Betrieb spürbar stoppen würde. Typische Szenarien sind ein Collapsed Core, an dem alle Etagenverteiler eines Gebäudes hängen, Virtualisierungsumgebungen mit Hypervisor-Hosts und zentralem Storage, Campus-Netzwerke mit mehreren Gebäuden sowie Produktions- und Logistiknetze, in denen jede Minute Stillstand Geld kostet. Kombiniert mit zwei UniFi Enterprise Firewalls (EFG), ehemals Enterprise Fortress Gateway, im Shadow Mode (VRRP) entsteht eine durchgehend redundante Struktur von der Firewall bis zum Server.
Welche UniFi Switches unterstützen MC-LAG?
Zwei Modelle für den redundanten Core
MC-LAG ist bei Ubiquiti den Switches der Enterprise-Campus-Serie vorbehalten, die für den Core konzipiert sind: der UniFi Enterprise Campus Aggregation (ECS-Aggregation) und dem UniFi Enterprise Campus Switch Core (ECS-Core). Beide verfügen über redundante Hot-Swap-Netzteile und Lüfter und werden immer paarweise eingesetzt, also zwei ECS-Aggregation oder zwei ECS-Core.
- 48× 25G SFP28
- 6× 100G QSFP28
- Multi-Chassis Link über 100G
- Kein PoE, kein 1-GbE-Port
- 1,8 Tbit/s non-blocking
- MC-LAG paarweise mit 2. ECS-Aggregation
- 2× Hot-Swap-Netzteil, 5× Hot-Swap-Lüfter
- Ab UniFi Network 8.5.6
- 32× 100G QSFP28
- 1× 1 GbE RJ45 (Management)
- Multi-Chassis Link über 100G
- Kein PoE, kein 25G SFP28
- 3,2 Tbit/s non-blocking
- MC-LAG paarweise mit 2. ECS-Core
- 2× Hot-Swap-Netzteil, 5× Hot-Swap-Lüfter
- Ab UniFi Network 10.6.101
Für die meisten Unternehmensnetze ist ein Paar ECS-Aggregation die richtige Wahl: Etagenverteiler, Hypervisor und Storage werden mit 25G an beide Switches angebunden. Der ECS-Core spielt seine Stärken aus, wenn mehrere Gebäude oder mehrere Aggregation-Paare mit 100G zusammengeführt werden.
Nicht MC-LAG-fähig sind die UniFi Pro Aggregation, Pro XG Aggregation und Pro Max Switches. Sie unterstützen klassische Link Aggregation per LACP und eignen sich hervorragend als Access-Switches unter einem MC-LAG-Paar. Eine Übersicht aller Modelle finden Sie bei unseren UniFi Enterprise Switches. Persönliche Beratung erhalten Sie unter +49 (521) 260105-0.
Preise: Projektpreise auf Anfrage. Technische Daten: offizielle Ubiquiti Tech Specs. Stand: Oktober 2026.
MC-LAG in UniFi Network einrichten
Der Ablauf in acht Schritten
Die Einrichtung erfolgt vollständig in UniFi Network, ohne Kommandozeile. Die fett gesetzten Begriffe entsprechen der englischen Oberfläche, so finden Sie die Menüpunkte direkt wieder.
Schritt 1
Rollen festlegen
Zwei baugleiche Switches bestimmen. Einer wird Top Switch, der andere Bottom Switch.
Schritt 2
Multi-Chassis Link vorbereiten
Mindestens zwei fortlaufend nummerierte Ports wählen, bei der ECS-Aggregation idealerweise die 100G-Ports 49 bis 54. Zunächst nur das Kabel am niedrigsten Port stecken.
Schritt 3
Switches adoptieren
Beide Switches in UniFi Network adoptieren.
Schritt 4
MC-LAG-Gruppe anlegen
Unter Settings > High Availability > MC-LAG eine neue Gruppe erstellen, Top und Bottom Switch zuweisen, beim Multi-Chassis Link die Ports auswählen und speichern.
Schritt 5
Restliche Verbindungen stecken
Die übrigen Kabel des Multi-Chassis Link verbinden.
Schritt 6
Zielgeräte zuordnen
Für jedes angeschlossene Gerät eine Target Device Membership mit denselben Ports auf beiden Switches anlegen.
Schritt 7
Gegenseite konfigurieren
Am angeschlossenen UniFi Switch die Ports im Port Manager auf Aggregating stellen, bei Servern und Fremdgeräten LACP aktivieren. Zuerst die angeschlossene Seite einrichten und anfangs nur ein Kabel zum Top Switch stecken.
Schritt 8
Verkabelung abschließen
Die weiteren Leitungen zu beiden Switches stecken und den Status in UniFi Network prüfen.
Praxistipps aus unseren Projekten
Worauf es nach der Einrichtung ankommt
Ausfall testen, bevor es ernst wird: Ziehen Sie nach der Inbetriebnahme im Wartungsfenster gezielt einzelne Leitungen und schalten Sie einen Switch komplett ab. Erst wenn jedes Gerät erreichbar bleibt, sollte der Aufbau als abgenommen gelten.
Gateway nicht vergessen: Die UniFi Enterprise Firewall (EFG) und die Enterprise Firewall Core (EF-Core) lassen sich per LACP an beide Core-Switches anbinden. Andere UniFi Gateways wie die UniFi Dream Machine Beast unterstützen ebenfalls den Shadow Mode (VRRP), hängen aber über Spanning Tree am Core, wodurch das Umschalten laut Ubiquiti bis zu zehn Sekunden dauern kann.
Firmware geplant aktualisieren: Spielen Sie Updates der Switch-Firmware nacheinander ein, prüfen Sie vorher die Release Notes und testen Sie größere Versionssprünge vorab. Wer diese Aufgabe abgeben möchte, nutzt unseren UniFi Managed Service mit Remote Management.
Warum die InSys AG ® für Ihr UniFi MC-LAG?
Ubiquiti Enterprise Partner, UniFi Professional Integrator und Autorisiertes UniFi Schulungscenter
Die InSys AG ® plant und betreibt seit ihrer Gründung 1991 Unternehmensnetzwerke, von Bielefeld aus für Kunden in ganz Deutschland. Als Ubiquiti Enterprise Partner und UniFi Professional Integrator haben wir Zugang zum gesamten UniFi Enterprise-Portfolio, einschließlich der Enterprise Campus Switches für MC-LAG. Unsere Mitarbeitenden sind zertifiziert als UniFi Full Stack Professional (UFSP), UniFi Routing, Switching & Cybersecurity Admin (URSCA) und UniFi Wireless Admin (UWA).
Ein MC-LAG-Projekt beginnt bei uns mit der Ubiquiti UniFi Beratung und Consulting: Wir prüfen, ob MC-LAG, Stacking oder klassische Link Aggregation für Ihr Netzwerk die richtige Wahl ist, und legen Portbelegung, Module und Verkabelung fest. Danach folgen die professionelle Netzwerkplanung, die Inbetriebnahme mit Ausfalltest und auf Wunsch der laufende Betrieb. Wie sich ein redundanter UniFi Core im Alltag verhält, zeigen wir Ihnen in Deutschlands größtes UniFi Democenter im H1 Bielefeld. Als Autorisiertes UniFi Schulungscenter schulen wir auf Wunsch auch Ihr IT-Team.
Häufige Fragen zu UniFi MC-LAG
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Multi-Chassis Link Aggregation mit UniFi Enterprise Campus Switches.
MC-LAG (Multi-Chassis Link Aggregation Group) ist ein Verfahren, bei dem zwei physisch getrennte Switches gegenüber angeschlossenen Geräten wie ein einziger Switch auftreten. Server, NAS-Systeme oder Access-Switches verteilen ihre per LACP gebündelten Leitungen auf beide Switches und bleiben auch dann verbunden, wenn ein kompletter Switch ausfällt. Alle Leitungen übertragen dabei gleichzeitig Daten.
Ja. MC-LAG, MLAG und M-LAG bezeichnen dasselbe Prinzip. Einzelne Hersteller nutzen eigene Namen, zum Beispiel vPC bei Cisco oder VSX bei Aruba. Das Zusammenspiel der beiden Switches ist bei jedem Hersteller proprietär, deshalb besteht ein MC-LAG-Paar immer aus zwei Switches desselben Herstellers. Gegenüber den angeschlossenen Geräten verhalten sich alle Varianten wie eine normale Link Aggregation nach IEEE 802.1AX.
MC-LAG unterstützen die UniFi Enterprise Campus Aggregation (ECS-Aggregation) und der UniFi Enterprise Campus Switch Core (ECS-Core). Beide Modelle werden paarweise eingesetzt, also zwei ECS-Aggregation oder zwei ECS-Core. Die UniFi Pro Aggregation, Pro XG Aggregation und Pro Max Switches können kein MC-LAG, lassen sich aber per LACP als Access-Switches an ein MC-LAG-Paar anbinden. Alle Modelle im Überblick finden Sie bei unseren UniFi Enterprise Switches.
Für die ECS-Aggregation ist mindestens UniFi Network 8.5.6 erforderlich, für den ECS-Core mindestens UniFi Network 10.6.101. Wir empfehlen grundsätzlich die aktuelle Version, weil Ubiquiti MC-LAG laufend weiterentwickelt. Vor größeren Versionssprüngen der Switch-Firmware sollten die Release Notes geprüft und das Update im Wartungsfenster eingespielt werden.
Beim Stacking werden mehrere Switches zu einem einzigen logischen Gerät mit gemeinsamer Steuerung zusammengefasst. Bei MC-LAG bleiben beide Switches eigenständig und gleichen nur ihren Zustand ab. Ein Softwarefehler trifft deshalb nicht beide Switches zugleich. Bei UniFi ist Stacking für den Access-Bereich vorgesehen (ECS-S-Serie, bis zu vier Switches je Stack), MC-LAG für den Core.
Ja, Spanning Tree bleibt als Schutz vor Netzwerkschleifen aktiv. Innerhalb der MC-LAG-Verbindungen blockiert es aber keine Leitungen, weil die gebündelten Ports als eine logische Verbindung gelten. Dadurch werden alle Uplinks genutzt, statt dass ein Ersatzweg ungenutzt bereitsteht.
Der Multi-Chassis Link ist die direkte Verbindung zwischen den beiden MC-LAG-Switches. Andere Hersteller nennen ihn Peer-Link oder Inter-Switch Link (ISL). Über ihn gleichen Top Switch und Bottom Switch ihre Zustände ab und leiten bei Bedarf Datenverkehr um. Ubiquiti empfiehlt mindestens zwei Ports, idealerweise 100G-Ports.
Ja, sofern sie Link Aggregation per LACP (IEEE 802.3ad) unterstützen. Das gilt zum Beispiel für Hypervisor-Hosts mit VMware ESXi, Proxmox oder Hyper-V und für NAS-Systeme mit zwei Netzwerkports. Wichtig ist, dass alle Ports einer Bündelung die gleiche Geschwindigkeit haben. Für die Verbindungen empfehlen sich identische SFP-Module oder DAC-Kabel.
Ubiquiti beschreibt den Failover bei Ausfall einer Leitung, eines Ports oder eines ganzen Switches als nahezu sofortig, weil die verbleibenden Leitungen bereits aktiv sind. Hängt das Gateway dagegen nicht per MC-LAG am Core, sondern nur über Spanning Tree, kann das Umschalten laut Ubiquiti bis zu zehn Sekunden dauern. Für durchgehende Hochverfügbarkeit bis zur Firewall eignet sich deshalb die UniFi Enterprise Firewall (EFG), ehemals Enterprise Fortress Gateway.
Grundsätzlich ja. Weil beide Switches eigenständig arbeiten, lässt sich einer neu starten oder aktualisieren, während der andere den gesamten Verkehr trägt. Trotzdem sollten solche Updates im Wartungsfenster geplant und die Release Notes vorher geprüft werden, besonders bei großen Versionssprüngen der Switch-Firmware.
MC-LAG lohnt sich, sobald ein Ausfall des Core-Switches den Betrieb spürbar stoppen würde, zum Beispiel bei Virtualisierung mit zentralem Storage, bei mehreren Etagenverteilern oder Gebäuden und bei Produktionsnetzen. Kleinere Netzwerke mit einem Server-Rack sind oft mit klassischer Link Aggregation und einem durchdachten Ersatzteilkonzept gut versorgt. Wir beraten Sie dazu gern unabhängig vom Ergebnis.
Nein. MC-LAG sichert die Switch-Ebene ab. Für das Gateway gibt es bei UniFi den Shadow Mode (VRRP): Zwei gleiche Gateways, zum Beispiel zwei Enterprise Firewalls (EFG), arbeiten als aktives und wartendes Gerät. Fällt das aktive Gateway aus, übernimmt das zweite. Erst die Kombination aus MC-LAG im Core und Shadow Mode am Gateway ergibt eine durchgehend redundante Netzwerkstruktur.
Die InSys AG ® aus Bielefeld plant und realisiert UniFi MC-LAG-Projekte bundesweit. Als Ubiquiti Enterprise Partner und UniFi Professional Integrator verfügt sie über Mitarbeitende mit den Zertifizierungen UniFi Full Stack Professional (UFSP), UniFi Routing, Switching & Cybersecurity Admin (URSCA) und UniFi Wireless Admin (UWA). Vor der Entscheidung lassen sich MC-LAG-Aufbauten live ansehen: Deutschlands größtes UniFi Democenter mit 700 m² liegt im H1 Bielefeld.
Ihr Core-Switch soll kein Single Point of Failure mehr sein?
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UniFi MC-LAG-Projekt planen? Wir beraten Sie.
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Sie möchten Ihren Core-Switch ausfallsicher aufbauen, ein bestehendes Netzwerk auf UniFi MC-LAG umstellen oder erst einmal klären, ob sich MC-LAG für Ihre Umgebung überhaupt lohnt? Wir prüfen Ihre Ausgangslage und empfehlen Ihnen die passende Lösung, ob MC-LAG, Stacking oder klassische Link Aggregation.
Damit wir Ihnen schnell eine konkrete Einschätzung geben können, helfen uns diese Angaben:
Umfang: Anzahl der Etagenverteiler, Server und Storage-Systeme
Bestand: vorhandene Switches und Firewall, falls schon UniFi im Einsatz ist
Anbindung: gewünschte Geschwindigkeiten, zum Beispiel 10G, 25G oder 100G
Zeitrahmen: geplanter Projektstart oder Wartungsfenster
Sie erreichen uns auch telefonisch unter +49 (521) 260105-0. Wir melden uns mit einem Vorschlag für Ihr MC-LAG-Paar inklusive passender Module und Verkabelung.