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Claude Nutzungsbedingungen ab 12. November 2026: Was die neue Usage Policy für Unternehmen bedeutet

NewsThomas Honemeyer, Vorstand

Anthropic hat seine Usage Policy überarbeitet, die neue Fassung gilt ab dem 12. November 2026. Wir zeigen, welche Claude Nutzungsbedingungen sich für Unternehmen ändern, wann ein Mensch Entscheidungen prüfen muss und was Sie jetzt tun sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die neue Usage Policy von Anthropic gilt laut Anthropic ab dem 12. November 2026.
  • Sie gilt für alle Nutzer von Claude von Anthropic, auch für Unternehmen über die API, über Cloud-Anbieter, über autorisierte Reseller und für Endnutzer von Produkten mit integriertem Claude.
  • Neu ist ein eigener Abschnitt gegen täuschende Kampagnen und künstliche Aktivität, der politische und kommerzielle Täuschung gleichermaßen erfasst.
  • Wo Claude Empfehlungen zu Gesundheit, Rechten, Finanzen, Lebensunterhalt oder dem Zugang zu wichtigen Leistungen gibt, verlangt Anthropic weiterhin eine qualifizierte Person, die prüft, und die Information der Betroffenen über den KI-Einsatz.
  • Neu sind außerdem Anforderungen für den Einsatz von Claude an Hardware, die autonom physisch handelt und Menschen verletzen könnte.

Was ändert sich an den Claude Nutzungsbedingungen?

Anthropic hat die Claude Nutzungsbedingungen in Form der Usage Policy (auch Acceptable Use Policy genannt) neu gefasst. Laut dem offiziellen Dokument von Anthropic gilt die neue Fassung ab dem 12. November 2026. Ab diesem Tag müssen sich alle Unternehmen daran halten, die Claude von Anthropic einsetzen.

Die wichtigsten Punkte laut Anthropic:

  • ein neuer Abschnitt gegen täuschende Kampagnen und künstliche Aktivität,
  • ein neu geschriebener Abschnitt zu Hochrisiko-Anwendungen, der klarer sagt, welche Empfehlungen erfasst sind und welche nicht,
  • neue Anforderungen für Claude an Hardware, die autonom physisch handelt,
  • ein Verbot von dauerhaftem und grundlos beleidigendem oder grausamem Verhalten gegenüber den Modellen.

Für wen gilt die neue Usage Policy?

Laut Anthropic gilt die Usage Policy für alle, die Eingaben an Produkte oder Dienste von Anthropic senden. Dazu gehören Nutzer der Apps wie Claude.ai und Claude Code, Entwickler und Unternehmen, die die API und die Entwicklerplattformen nutzen, Kunden, die Claude über Cloud-Anbieter oder autorisierte Reseller beziehen, sowie die Endnutzer von Produkten, in die Claude integriert ist.

Für Unternehmen heißt das: Auch wer Claude nur indirekt nutzt, etwa in einer eigenen Anwendung oder über einen eigenen MCP Server, muss die Regeln einhalten und sie an seine Nutzer weitergeben.

Was regelt der neue Abschnitt zu täuschenden Kampagnen?

Anthropic hat bisher verstreute Regeln in einem neuen Abschnitt mit dem Titel „Do Not Engage in Deceptive Campaigns or Artificial Activity“ zusammengefasst. Er gilt laut Anthropic für täuschende Aktivität jeder Art, egal ob politisch oder kommerziell.

Für Marketing und Vertrieb ist das relevant. Wer Claude für Kampagnen, Bewertungen oder Social-Media-Beiträge einsetzt, sollte prüfen, ob Inhalte oder Aktivitäten als künstlich oder täuschend gelten könnten.

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Wann muss ein Mensch die Ergebnisse von Claude prüfen?

Wenn Claude in einer Weise eingesetzt wird, die die Gesundheit, die Rechte, die Finanzen, den Lebensunterhalt oder den Zugang zu wichtigen Leistungen eines Menschen betreffen kann, verlangt Anthropic einen qualifizierten „Human in the Loop“. Diese Person muss die Empfehlung von Claude prüfen und sie bei Bedarf ändern dürfen. Außerdem muss die betroffene Person erfahren, dass KI eingesetzt wurde.

Laut Anthropic haben sich diese Anforderungen nicht geändert. Neu ist, dass der Abschnitt jetzt aufführt, welche Arten von Empfehlungen darunterfallen und welche nicht. Laut Policy ist eine qualifizierte Person jemand mit Ausbildung oder Erfahrung im jeweiligen Fachgebiet und, wo das Gesetz es verlangt, mit der nötigen Zulassung. Sie bleibt für das Ergebnis verantwortlich.

Was gilt für Claude an Maschinen und Robotern?

Nach dem Start seines Model Hardware Standard hat Anthropic Anforderungen für den Fall ergänzt, dass Claude mit Hardware verbunden ist, die autonom physisch handelt und Menschen verletzen könnte. Für Unternehmen in Produktion und Logistik, die KI-Agenten an Anlagen anbinden wollen, ist dieser Teil der Policy besonders wichtig.

Warum verbietet Anthropic grausames Verhalten gegenüber Claude?

Neu ist auch ein Verbot von dauerhaftem und grundlos beleidigendem oder grausamem Verhalten gegenüber den Modellen. Laut Anthropic soll diese Regel nur in Extremfällen greifen, wenn Nutzer Claude wiederholt und ohne erkennbaren Zweck grausam behandeln. Für den normalen Einsatz im Unternehmen, auch für kritische Tests und harte Rückfragen, ändert sich dadurch nichts.

Was sollten Unternehmen jetzt tun?

  1. Alle Einsatzbereiche von Claude im Unternehmen erfassen, auch Anwendungen von Dienstleistern.
  2. Prüfen, ob Anwendungen Empfehlungen zu Personen geben, etwa zu Bewerbern, Krediten oder Leistungen, und dort die menschliche Prüfung und die Information der Betroffenen sicherstellen.
  3. Marketing- und Vertriebsprozesse mit Claude gegen den neuen Abschnitt zu täuschenden Kampagnen abgleichen.
  4. Bei Anbindungen an Maschinen die neuen Hardware-Anforderungen prüfen.
  5. Interne KI-Richtlinien aktualisieren und Mitarbeitende schulen. Hinweise dazu finden Sie in unserem Beitrag zur KI Governance im Unternehmen und in unserer Claude Schulung für Mitarbeitende.

Die InSys AG® bietet keine Rechtsberatung. Bitte beziehen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten und Ihre Rechtsberatung ein. Wir unterstützen Sie bei der technischen Umsetzung.

Wie unterstützt die InSys AG®?

Die KI-Beratung der InSys AG® hilft Ihnen, Claude von Anthropic sicher und regelkonform einzusetzen: von der Bestandsaufnahme Ihrer KI-Anwendungen über technische Kontrollen bis zu eigenen MCP Servern. Welche Sicherheitsfunktionen Claude Enterprise mitbringt, lesen Sie in unserer News zu Claude Sicherheit im Unternehmen. Alle Leistungen finden Sie auf unserer Seite zur KI-Beratung für Unternehmen.

Rufen Sie uns an unter +49 (521) 260105-0 oder nutzen Sie das Kontaktformular unten.

Häufige Fragen

Ab wann gelten die neuen Claude Nutzungsbedingungen?

Die neue Usage Policy von Anthropic gilt laut Anthropic ab dem 12. November 2026.

Gilt die Usage Policy auch für Unternehmen, die Claude über die API nutzen?

Ja. Laut Anthropic gilt sie für Nutzer der Apps, für Entwickler und Unternehmen über die API, für Kunden über Cloud-Anbieter und autorisierte Reseller sowie für Endnutzer von Produkten mit integriertem Claude.

Wann verlangt Anthropic eine menschliche Prüfung?

Wenn der Einsatz von Claude die Gesundheit, die Rechte, die Finanzen, den Lebensunterhalt oder den Zugang zu wichtigen Leistungen eines Menschen betreffen kann. Dann muss eine qualifizierte Person die Empfehlung prüfen und ändern dürfen, und die betroffene Person muss über den KI-Einsatz informiert werden.

Was ist neu am Abschnitt zu täuschenden Kampagnen?

Anthropic hat die Regeln in einem eigenen Abschnitt zusammengefasst, der täuschende Aktivität jeder Art erfasst, politisch wie kommerziell.

Hilft die InSys AG® bei der rechtlichen Bewertung?

Nein, die InSys AG® bietet keine Rechtsberatung. Sie unterstützt bei der technischen Umsetzung, die rechtliche Bewertung sollten Datenschutzbeauftragte und Rechtsberatung übernehmen.

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