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Targeted Release endet: Was Microsoft 365 Admins jetzt umstellen müssen

NewsThomas Honemeyer, Vorstand

Microsoft stellt Targeted Release für Microsoft 365 im Januar 2027 ein, schon im November 2026 lassen sich die Zuweisungen nicht mehr ändern. Wir zeigen, welche neue Release-Einstellung zu Ihrer bisherigen Konfiguration passt und was Sie jetzt prüfen sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Microsoft-Dokumentation wird Targeted Release für Microsoft 365 im Januar 2027 eingestellt und durch die drei Optionen Frontier, Standard Release und Deferred Release ersetzt.
  • Im November 2026 können Administratoren Benutzer nicht mehr zu Targeted Release hinzufügen, entfernen oder die Zuweisung ändern.
  • Wer nichts tut, erhält nach der Einstellung Funktionen nach der eingestellten Standard- oder Deferred-Release-Präferenz, Microsoft ändert diese Einstellungen nicht automatisch.
  • Betroffen sind unter anderem Microsoft Teams, OneDrive, SharePoint Online, Outlook im Web, das neue Outlook für Windows, Office für das Web und das Microsoft 365 Admin Center, nicht aber die Update-Kanäle der Microsoft 365 Apps.
  • Deferred Release verzögert als Major Update und Deferred Feature gekennzeichnete Funktionen um etwa 30 Tage nach Beginn der allgemeinen Verfügbarkeit.

Was ändert sich bei Targeted Release in Microsoft 365?

Viele IT-Abteilungen nutzen Targeted Release, um neue Funktionen in Microsoft 365 zuerst bei einer Pilotgruppe zu sehen, bevor alle Mitarbeitenden sie erhalten. Laut Microsoft-Dokumentation wird Targeted Release für Microsoft 365 im Januar 2027 eingestellt. Microsoft ersetzt die Option durch ein Release-Modell mit drei Zielgruppen: Frontier, Standard Release und Deferred Release.

Der erste Schritt kommt früher: Im November 2026 können Administratoren laut Microsoft keine Benutzer mehr zu Targeted Release hinzufügen, keine entfernen und die Zuweisung nicht mehr ändern. Einen genauen Tag nennt Microsoft dafür nicht. Wer seine Pilotgruppe noch anpassen möchte, sollte das deshalb sofort erledigen oder gleich auf das neue Modell umstellen.

Welche drei Release-Optionen gibt es künftig?

  • Frontier: Ausgewählte Benutzer erhalten berechtigte Funktionen schon vor der allgemeinen Verfügbarkeit. Es handelt sich um Vorschauen, die sich noch ändern können und nicht den SLAs für allgemein verfügbare Funktionen unterliegen. Frontier wird separat aktiviert.
  • Standard Release: Die Standardeinstellung. Benutzer erhalten Funktionen, sobald sie allgemein verfügbar sind. Microsoft empfiehlt diese Option für die meisten Organisationen.
  • Deferred Release: Funktionen, die im Message Center als Major Update und Deferred Feature gekennzeichnet sind, kommen etwa 30 Tage nach dem Beginn der Verteilung an Standard Release. Alle anderen Funktionen erhalten diese Benutzer zum selben Zeitpunkt wie Standard Release.

Wichtig für die Planung: Die 30 Tage beginnen laut Microsoft mit dem Start der weltweiten Verteilung, nicht mit ihrem Abschluss. Einzelne Funktionen lassen sich nicht gezielt zurückstellen. Und manche Funktionen werden auf Ebene des gesamten Tenants ausgerollt und erreichen dann alle Benutzer gleichzeitig, unabhängig von der Zuweisung.

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Welche Einstellung passt zu Ihrer bisherigen Konfiguration?

Microsoft gibt für die Umstellung klare Empfehlungen:

  1. Targeted Release für alle Benutzer: Sollen Funktionen ankommen, sobald sie allgemein verfügbar sind, wählen Sie Standard Release. Brauchen Sie mehr Vorlauf für größere Änderungen, wählen Sie Deferred Release.
  2. Targeted Release nur für ausgewählte Benutzer: Stellen Sie die Organisation auf Deferred Release um und tragen Sie Ihre Pilot-, Support- und Testbenutzer als Ausnahme für Standard Release ein. So bleibt Ihre frühe Testgruppe erhalten, und alle anderen bekommen mehr Zeit.
  3. Standard Release für alle: Hier ist nichts zu tun, denn Standard Release ist ohnehin die Voreinstellung.

Wer früh Vorschauen testen möchte, nimmt einzelne Benutzer zusätzlich in Frontier auf. Frontier und die Zuweisung zu Standard oder Deferred Release lassen sich kombinieren.

So stellen Sie die Release-Einstellungen im Admin Center um

Laut Microsoft-Dokumentation finden Sie die bisherigen Targeted-Release-Zuweisungen im Microsoft 365 Admin Center unter Einstellungen, Organisationseinstellungen, Organisationsprofil, Veröffentlichungseinstellungen. Standard und Deferred Release stellen Sie derzeit unter Copilot, Einstellungen, Alle anzeigen, Copilot Release Preferences: General Availability ein, Frontier an derselben Stelle unter Copilot Frontier.

Dabei sollten Sie vier Punkte kennen:

  • Sie benötigen eine der Rollen Office Apps Admin, Security Admin oder AI Admin.
  • Für Ausnahmen empfiehlt Microsoft eigene Sicherheitsgruppen in Microsoft Entra ID. Insgesamt sind bis zu 10.000 Benutzer als Ausnahme möglich, jedes Mitglied einer Gruppe zählt einzeln mit.
  • Änderungen können bis zu 24 Stunden dauern, bis sie wirksam sind.
  • Wer Benutzer von Standard auf Deferred Release verschiebt, kann ihnen laut Microsoft vorübergehend Funktionen wegnehmen, die in Deferred Release noch nicht verfügbar sind.

Im November 2026 führt Microsoft außerdem eine einheitliche Oberfläche für alle drei Optionen im Admin Center ein. Die bisherige Verwaltung von Standard und Deferred Release entfällt dann, die Menüpfade ändern sich also noch einmal.

Was ist nicht betroffen?

Die Änderung betrifft nur die Release-Einstellungen der Microsoft 365 Dienste. Die Update-Kanäle der Microsoft 365 Apps, die Update-Kanäle von Windows und die Microsoft 365 Insider-Programme bleiben laut Microsoft unverändert. Wer Office-Updates gestaffelt verteilt, etwa mit Windows Autopatch für Windows und Microsoft 365 Apps, muss dort nichts anpassen. Für Kunden in den US-Regierungsclouds GCC, GCC High und DoD bleibt derzeit nur Standard Release verfügbar.

Was die InSys AG® empfiehlt

Targeted Release war für viele Unternehmen das wichtigste Werkzeug, um Neuerungen in Teams, Outlook und SharePoint vor dem breiten Rollout zu sehen. Ohne bewusste Entscheidung verlieren Sie Ihre Pilotgruppe, sobald Targeted Release im Januar 2027 wegfällt.

Unsere Empfehlung für die meisten Mittelständler: Deferred Release als Standard für die Organisation, eine kleine Pilotgruppe aus IT, Helpdesk und Key Usern in Standard Release und nur wenige, bewusst ausgewählte Personen in Frontier. Passen Sie außerdem interne Dokumentationen und Prozesse an, die Targeted Release erwähnen, und informieren Sie Change-Management, Support sowie Sicherheits- und Compliance-Verantwortliche.

Die InSys AG® ist Microsoft Solutions Partner für Security, für KI-Geschäftslösungen und für Azure Infrastructure sowie Microsoft Direct CSP. Kunden lizenzieren über uns mehr als 80.000 Microsoft 365 Lizenzen. Im Microsoft Tenant Sicherheitscheck prüfen wir auch Ihre Release-Einstellungen. Bei der Einführung von Microsoft 365 Copilot planen wir mit Ihnen, wer Frontier-Funktionen testen soll. Einen Überblick über alle Leistungen finden Sie bei unserer Microsoft 365 Beratung.

Häufige Fragen

Wann endet Targeted Release in Microsoft 365?

Laut Microsoft wird Targeted Release für Microsoft 365 Dienste im Januar 2027 eingestellt. Bereits im November 2026 können Administratoren Benutzer nicht mehr hinzufügen, entfernen oder die Zuweisung ändern.

Was passiert, wenn ich nichts unternehme?

Benutzer in Targeted Release erhalten bis zur Einstellung weiter die entsprechenden Funktionen. Danach gilt die in Ihrem Tenant eingestellte Präferenz für Standard Release oder Deferred Release. Microsoft passt Ihre Einstellungen nicht automatisch an.

Was ist der Unterschied zwischen Standard Release und Deferred Release?

Mit Standard Release erhalten Benutzer Funktionen, sobald sie allgemein verfügbar sind. Mit Deferred Release kommen Funktionen, die im Message Center als Major Update und Deferred Feature gekennzeichnet sind, etwa 30 Tage später. Andere Funktionen kommen bei beiden Optionen gleichzeitig.

Sind die Update-Kanäle der Microsoft 365 Apps betroffen?

Nein. Laut Microsoft bleiben die Update-Kanäle der Microsoft 365 Apps, die Windows-Update-Kanäle und die Microsoft 365 Insider-Programme unverändert. Die Änderung betrifft nur die Release-Einstellungen der Microsoft 365 Dienste wie Teams, SharePoint, OneDrive und Outlook im Web.

Welche Rolle brauche ich für die Umstellung?

Für Standard Release und Deferred Release nennt Microsoft die Rollen Office Apps Admin, Security Admin oder AI Admin im Microsoft 365 Admin Center.

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