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Copilot Kosten 2026: Was das neue Modell mit Copilot Credits für Unternehmen bedeutet

NewsThomas Honemeyer, Vorstand

Microsoft stellt die Copilot Kosten um: Die Lizenz pro Benutzer bleibt für die alltägliche KI-Nutzung, neue Funktionen wie Autopilot, Code und Frontier-Modelle laufen ab dem vierten Quartal 2026 über Copilot Credits. Wir zeigen, was das für Ihr Budget bedeutet und was Administratoren jetzt einstellen sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Microsoft teilt die Copilot Kosten in zwei Abrechnungswege: eine feste Lizenz pro Benutzer für die alltägliche KI-Nutzung und eine nutzungsbasierte Abrechnung über Copilot Credits für fortgeschrittene KI und neue Frontier-Modelle.
  • Die nutzungsbasierte Abrechnung wird ab dem vierten Quartal 2026 ausgerollt und betrifft unter anderem Copilot Cowork, Code, Autopilot, agentische Aufgaben in SharePoint und OneDrive sowie Agents aus Copilot Studio.
  • Copilot Credits verursachen erst Kosten, wenn ein Administrator im Microsoft 365 Admin Center eine Ausgabenrichtlinie anlegt.
  • Bestehende PowerShell-Opt-outs für die Copilot-Vorschau in SharePoint gelten nur bis zum 1. November 2026, danach erfolgt die Steuerung über die KI-Einstellungen der SharePoint-Websites.

Was ändert sich bei den Copilot Kosten?

Die Copilot Kosten für Unternehmen setzen sich künftig aus zwei Teilen zusammen. Microsoft hat im September 2026 angekündigt, Microsoft 365 Copilot in zwei Abrechnungswege aufzuteilen. Die bekannte Lizenz pro Benutzer deckt weiterhin die alltägliche KI-Nutzung ab, also Copilot Chat sowie Copilot in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams, einschließlich Modellauswahl und automatischer Modellwahl. Fortgeschrittene KI-Funktionen und neue Frontier-Modelle werden dagegen nutzungsbasiert über Copilot Credits abgerechnet.

Die nutzungsbasierte Abrechnung wird ab dem vierten Quartal 2026 ausgerollt, zunächst auch im Rahmen der öffentlichen Frontier-Vorschau. Für die Budgetplanung 2027 bedeutet das: Neben der Zahl der Lizenzen wird der tatsächliche Verbrauch zur zweiten Kostengröße.

Welche Copilot-Funktionen werden über Copilot Credits abgerechnet?

Parallel zur neuen Abrechnung baut Microsoft die Copilot App um. Ein neuer Home-Bildschirm führt Chat und Cowork zusammen, der bisherige Einstieg über Agents heißt künftig Plugins, und Automatisierungen sind direkt in Home zu finden. Über Copilot Credits laufen insbesondere:

  • Copilot Cowork: die Ausführung mehrstufiger Aufgaben, die Copilot eigenständig erledigt.
  • Code: ein neuer Bereich, in dem aus natürlicher Sprache Tracker, Dashboards und kleine Anwendungen entstehen.
  • Autopilot: ein dauerhaft aktiver persönlicher Agent.
  • SharePoint und OneDrive: Copilot ist dort allgemein verfügbar. Alltägliche Funktionen bleiben in der Lizenz, agentische Aufgaben in großem Umfang laufen über Credits.
  • Agents und Plattformdienste: Agents aus Copilot Studio, Copilot Managed Runtime und die Work IQ APIs.

Wenn Sie bereits eigene Agents einsetzen oder planen, lohnt ein Blick auf unsere Seite zu Microsoft Copilot Studio mit KI-Agenten und Credit-Paketen. Dort finden Sie auch die aktuellen Netto-Listenpreise.

Entstehen durch Copilot Credits automatisch Kosten?

Nein. Copilot Credits werden erst verbraucht, wenn ein Administrator im Microsoft 365 Admin Center im Bereich Copilot unter der Kostenverwaltung eine Ausgabenrichtlinie anlegt. Ohne diese Richtlinie entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Wichtig für den Support: Die Einstiegspunkte zu den neuen Funktionen sind für alle Benutzer standardmäßig sichtbar. Mitarbeitende sehen also Autopilot oder Code, auch wenn Ihr Unternehmen die Nutzung noch nicht freigegeben hat. Microsoft ergänzt dafür eine neue Einstellung, mit der Sie festlegen, ob Benutzer Zugriff anfragen können oder nur einen Hinweis sehen. Sie kommt für Kunden im Standard-Release im Oktober 2026 und für Kunden mit verzögertem Release im November 2026. Anfragen laufen über eine eigene Seite für Lizenzanfragen im Microsoft 365 Admin Center.

Wie werden Copilot Credits eingekauft und verteilt?

Copilot Credits werden auf Ebene des Tenants gebündelt. Der Verbrauch aller unterstützten Funktionen läuft also in einen gemeinsamen Pool, den Sie zentral steuern und Abteilungen oder Benutzergruppen zuordnen können. Microsoft bietet zwei Wege an:

  • Nutzungsbasiert (Pay-as-you-go): Abgerechnet wird der tatsächliche Verbrauch im jeweiligen Monat, ohne Vorabverpflichtung.
  • Vorauskauf: Mit dem Copilot Credit Pre-Purchase Plan kaufen Sie ein Kontingent für ein Jahr im Voraus und erhalten Mengenrabatte. Nicht genutzte Credits verfallen am Ende der Laufzeit.

Wie viele Credits eine Aufgabe verbraucht, hängt von der Funktion, dem verwendeten Modell und der Menge der verarbeiteten Unternehmensdaten ab. Eine verlässliche Kostenschätzung entsteht deshalb erst aus einem Pilotbetrieb mit echten Anwendungsfällen und nicht aus einer Pauschale pro Benutzer.

Was sollten Administratoren jetzt tun?

Die meisten Entscheidungen fallen vor dem Rollout und nicht danach. Wir empfehlen diese Reihenfolge:

  1. Ausgabenrichtlinie festlegen: Entscheiden Sie, ob und für welche Benutzergruppen Copilot Credits freigegeben werden und mit welchem Budget.
  2. Standard für Zugriffsanfragen wählen: Legen Sie fest, ob Mitarbeitende den Zugriff auf neue Funktionen anfragen dürfen, bevor die Einstellung im Oktober oder November in Ihrem Tenant ankommt.
  3. SharePoint-Opt-outs prüfen: Bestehende PowerShell-Opt-outs für die Copilot-Vorschau in SharePoint gelten nur bis zum 1. November 2026. Danach steuern Sie Copilot über die KI-Einstellungen der einzelnen SharePoint-Websites.
  4. Verbrauch beobachten: Die neuen FinOps-Funktionen für KI und das Verbrauchs-Dashboard in Viva Insights zeigen, welche Funktionen wie viele Credits verbrauchen.
  5. Mitarbeitende informieren: Kündigen Sie den neuen Home-Bildschirm an und erklären Sie, dass Agents jetzt unter Plugins zu finden sind.

Wie unterstützt die InSys AG® bei den Copilot Kosten?

Die InSys AG® ist Microsoft Solutions Partner für KI-Geschäftslösungen und Microsoft Direct CSP. Kunden lizenzieren über die InSys AG® mehr als 80.000 Microsoft 365 Lizenzen. Wir prüfen mit Ihnen, welche Lizenzen Sie wirklich brauchen, richten Ausgabenrichtlinien und Zugriffsregeln im Tenant ein und begleiten einen Pilotbetrieb, aus dem sich der Credit-Bedarf ableiten lässt.

Alle Informationen zu Lizenzen, Datenschutz und Schulung finden Sie auf unserer Seite Microsoft 365 Copilot im Unternehmen einführen. Wie KI darüber hinaus Ihre Prozesse in Vertrieb, Kundenanalyse und Controlling unterstützt, zeigt unsere KI-Beratung für Unternehmen. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 (521) 260105-0 oder über das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Wird die Microsoft 365 Copilot Lizenz durch Copilot Credits ersetzt?

Nein. Die Lizenz pro Benutzer bleibt bestehen und deckt weiterhin die alltägliche KI-Nutzung in Copilot Chat sowie in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams ab. Copilot Credits kommen als zweiter, nutzungsbasierter Abrechnungsweg für fortgeschrittene KI-Funktionen und neue Frontier-Modelle hinzu.

Entstehen durch Copilot Credits automatisch zusätzliche Kosten?

Nein. Copilot Credits werden erst verbraucht, wenn ein Administrator im Microsoft 365 Admin Center eine Ausgabenrichtlinie anlegt. Die neuen Funktionen sind für Benutzer zwar sichtbar, verursachen ohne Richtlinie aber keine Kosten.

Welche Funktionen verbrauchen Copilot Credits?

Über Copilot Credits laufen unter anderem Copilot Cowork, die neuen Bereiche Code und Autopilot, agentische Aufgaben in großem Umfang in SharePoint und OneDrive, Agents aus Copilot Studio, Copilot Managed Runtime und die Work IQ APIs.

Ab wann gilt das neue Kostenmodell für Copilot?

Microsoft rollt die nutzungsbasierte Abrechnung ab dem vierten Quartal 2026 aus, zunächst auch im Rahmen der öffentlichen Frontier-Vorschau. Die neue Einstellung für Zugriffsanfragen kommt im Oktober 2026 für Kunden im Standard-Release und im November 2026 für Kunden mit verzögertem Release.

Wie lassen sich die Copilot Kosten vorab planen?

Der Credit-Verbrauch hängt von Funktion, Modell und Datenmenge ab. Am verlässlichsten ist ein Pilotbetrieb mit echten Anwendungsfällen und einer begrenzten Ausgabenrichtlinie. Aus dem gemessenen Verbrauch lässt sich dann ableiten, ob nutzungsbasierte Abrechnung oder ein Vorauskauf wirtschaftlicher ist.

Sie möchten Ihre Copilot Kosten planbar machen, bevor die Copilot Credits in Ihrem Tenant ankommen?

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