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Microsoft 365 Preiserhöhung: Warum Ihre Lizenzkosten mitten in der Laufzeit steigen können

NewsAlexander Honemeyer, Vertriebsleitung

Microsoft hat zum 1. Juli 2026 die Preise für viele Microsoft 365 Pläne erhöht. Steigt Ihre Rechnung aber mitten in einer laufenden Jahreslaufzeit oder stärker als die Listenpreise, liegt das meist nicht an Microsoft, sondern an Ihrem Vertrag mit dem Lizenzpartner.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit dem 1. Juli 2026 gelten für viele Microsoft 365 Business- und Enterprise-Pläne höhere Preise, Business Premium blieb unverändert.
  • Bei Abonnements mit Jahres- oder Dreijahreslaufzeit hält Microsoft den Preis für die gesamte Laufzeit fest, nur Monatsabos haben keine Preisbindung.
  • Steigt Ihr Preis während einer laufenden Jahreslaufzeit, liegt die Ursache meist im Vertrag mit dem Lizenzpartner, etwa bei befristeten Einführungspreisen oder Preisanpassungsklauseln.
  • Microsoft unterstützt den Wechsel des Lizenzpartners auch während der Laufzeit, Tenant, Benutzer und Daten bleiben dabei unverändert.
  • Die InSys AG® prüft als Microsoft Direct CSP Ihren Lizenzbestand und Ihre Preise und begleitet den Wechsel.

Was sich bei der Microsoft 365 Preiserhöhung 2026 geändert hat

Seit dem 1. Juli 2026 gelten für viele Business- und Enterprise-Pläne neue Preise. Die Microsoft 365 Preiserhöhung trifft vor allem die Einstiegspläne: Business Basic wurde um rund 17 Prozent teurer, Business Standard um 12 Prozent und Microsoft 365 E3 um gut 8 Prozent. Business Premium blieb unverändert. Microsoft begründet die neuen Preise mit zusätzlichen Funktionen, darunter erweiterte Copilot Chat Funktionen, mehr Postfachspeicher und Defender for Office 365 Plan 1 in den E3-Plänen.

Viele Unternehmen spüren die Erhöhung erst jetzt, weil ihre Jahresabonnements in diesen Wochen verlängert werden. Manche stellen dabei fest, dass ihre Rechnung deutlich stärker gestiegen ist als die Listenpreise von Microsoft oder dass die Preise schon vor dem Ende der Laufzeit angehoben wurden. Dann lohnt sich ein genauer Blick auf den eigenen Vertrag.

Wann Microsoft die Preise erhöht und wann nicht

Microsoft verkauft Microsoft 365 an Unternehmen über das Cloud Solution Provider Programm, kurz CSP. Seit der Umstellung auf die New Commerce Experience (NCE) gelten dabei klare Regeln:

  • Jahres- und Dreijahreslaufzeit: Microsoft legt den Preis pro Lizenz am Tag der Bestellung fest und hält ihn für die gesamte Laufzeit. Eine Preiserhöhung von Microsoft greift erst bei der Verlängerung.
  • Monatslaufzeit: Monatsabos sind flexibel kündbar, haben aber keine Preisbindung und kosten rund 20 Prozent mehr als Jahresabos.
  • Jahreslaufzeit mit monatlicher Zahlung: Hier berechnet Microsoft einen Aufschlag von 5 Prozent gegenüber der jährlichen Vorauszahlung.
  • Kündigung: Neue Abonnements lassen sich nur in den ersten sieben Tagen kündigen oder reduzieren. Danach gilt die vereinbarte Laufzeit.

Für Sie bedeutet das: Wenn Ihre Abonnements tatsächlich mit Jahreslaufzeit gebucht sind und Ihr Preis trotzdem während der Laufzeit steigt, ist das keine Folge der Microsoft 365 Preiserhöhung. Die Ursache liegt dann im Vertrag mit Ihrem Lizenzpartner.

Woher Preissteigerungen während der Laufzeit kommen können

Der Microsoft-Preis ist für den Lizenzpartner der Einkaufspreis. Welchen Preis Sie zahlen, regelt Ihr Vertrag mit dem Partner. In der Praxis sehen wir bei Unternehmen, die zu uns wechseln möchten, immer wieder ähnliche Vertragsgestaltungen:

  • Befristete Einführungspreise: Die Lizenzen sind in den ersten Monaten besonders günstig, danach gilt ein deutlich höherer regulärer Preis.
  • Preisanpassungsklauseln: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen erlauben dem Anbieter, die Preise während der Laufzeit anzupassen.
  • Längere Rahmenverträge: Der Vertrag mit dem Anbieter läuft länger als die einzelnen Microsoft-Abonnements, zum Beispiel 24 oder 36 Monate.
  • Bündelverträge: Die Lizenzen sind Teil eines Pakets mit anderen Leistungen, sodass der Lizenzpreis nicht einzeln ausgewiesen ist und sich schwer vergleichen lässt.
  • Monatslaufzeit statt Jahreslaufzeit: Die Abonnements sind ohne Preisbindung gebucht, obwohl der Kunde von einer Jahreslaufzeit ausging.

Solche Regelungen sind nicht automatisch unzulässig. Sie sollten sie aber kennen, bevor Sie unterschreiben, und spätestens dann prüfen, wenn Ihre Kosten unerwartet steigen.

Diese Punkte sollten Sie in Ihrem Lizenzvertrag prüfen

  1. Welche Laufzeit haben Ihre Microsoft 365 Abonnements, Monat, Jahr oder drei Jahre?
  2. Gilt Ihr aktueller Preis für die gesamte Laufzeit oder nur für einen Einführungszeitraum?
  3. Enthält der Vertrag eine Preisanpassungsklausel, und wenn ja: Unter welchen Voraussetzungen, in welcher Höhe und mit welcher Ankündigungsfrist?
  4. Haben Sie bei einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht?
  5. Wie lange läuft der Vertrag mit Ihrem Anbieter, und welche Kündigungsfristen gelten?
  6. Sind die Lizenzpreise einzeln ausgewiesen oder Teil eines Pakets?
  7. Nutzen Sie alle Lizenzen, für die Sie bezahlen, und passt der gebuchte Plan zu Ihrem Bedarf?

Wie ein Wechsel des Lizenzpartners funktioniert

Microsoft unterstützt den Wechsel des Lizenzpartners auch während einer laufenden Abonnementlaufzeit. Als Gründe für einen solchen Wechsel sind ausdrücklich auch Preisgründe vorgesehen. Ihr Microsoft 365 Tenant mit allen Benutzern, Postfächern, Daten und Einstellungen bleibt dabei unverändert, denn er gehört Ihrem Unternehmen. Es ändert sich nur, über wen Sie Ihre Lizenzen beziehen und abrechnen.

Wichtig ist: Die Laufzeit Ihrer Microsoft-Abonnements endet durch den Wechsel nicht, sie läuft beim neuen Partner weiter. Ob und zu welchem Zeitpunkt Sie den Vertrag mit Ihrem bisherigen Anbieter beenden können, hängt von dessen Vertragsbedingungen ab. Diesen Punkt sollten Sie im Zweifel rechtlich prüfen lassen. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie die InSys AG® Sie bei der Lizenzprüfung unterstützt

Die InSys AG® ist Microsoft Direct CSP und Microsoft Solutions Partner für Security, für KI-Geschäftslösungen und für Azure Infrastructure. Kunden lizenzieren über die InSys AG® mehr als 80.000 Microsoft 365 Lizenzen. Unser Vertriebsteam unter der Leitung von Alexander Honemeyer prüft mit Ihnen:

  • welche Lizenzen Sie heute zu welchen Konditionen beziehen,
  • ob Laufzeiten und Pläne zu Ihrem tatsächlichen Bedarf passen,
  • welche Einsparung ein Wechsel bringt und welche Verpflichtungen aus Ihrem bisherigen Vertrag zu beachten sind,
  • und wie der Wechsel ohne Unterbrechung für Ihre Mitarbeitenden abläuft.

Häufig liegt zusätzliches Sparpotenzial im Lizenzbestand selbst: nicht mehr genutzte Lizenzen ausgeschiedener Mitarbeitender oder Pläne, die nicht zum Bedarf passen. Weil Business Premium bei der Preiserhöhung nicht teurer geworden ist, kann sich zum Beispiel ein Umstieg von Business Standard lohnen, wenn Sie Sicherheitsfunktionen bisher separat zukaufen.

Mehr Informationen finden Sie auf unseren Seiten Microsoft 365 Lizenzen kaufen beim Direct CSP, Microsoft 365 Business Pläne im Vergleich, Microsoft 365 Business Premium und im Überblick unter Microsoft 365 Partner für Security, Lizenzen und KI.

Häufige Fragen

Darf mein Lizenzpartner die Preise für Microsoft 365 während der Laufzeit erhöhen?

Das hängt von Ihrem Vertrag mit dem Lizenzpartner ab. Microsoft hält bei Jahres- und Dreijahreslaufzeiten den Preis gegenüber dem Partner für die gesamte Laufzeit fest. Der Partner kann mit Ihnen aber eigene Preisregelungen vereinbart haben, etwa befristete Einführungspreise oder Preisanpassungsklauseln. Ob eine solche Klausel im Einzelfall wirksam ist, sollte rechtlich geprüft werden.

Kann ich Microsoft 365 Abonnements vorzeitig kündigen?

Neue Microsoft 365 Abonnements mit Jahreslaufzeit lassen sich nur in den ersten sieben Tagen nach der Bestellung kündigen oder reduzieren. Danach läuft die Verpflichtung bis zum Ende der Laufzeit. Möglich ist aber ein Wechsel des Lizenzpartners während der Laufzeit.

Was passiert beim Wechsel des Lizenzpartners mit meinen Daten?

Nichts. Ihr Microsoft 365 Tenant mit allen Benutzern, Daten und Einstellungen gehört Ihrem Unternehmen und bleibt unverändert. Beim Partnerwechsel ändert sich nur, über wen Ihre Lizenzen bezogen und abgerechnet werden.

Warum ist Microsoft 365 Business Premium nicht teurer geworden?

Microsoft hat den Preis für Business Premium bei der Preiserhöhung zum 1. Juli 2026 nicht angehoben, während Business Basic und Business Standard teurer wurden. Dadurch ist der Abstand zwischen Business Standard und Business Premium kleiner geworden. Für Unternehmen, die Sicherheitsfunktionen bisher separat zukaufen, kann sich ein Umstieg auf Business Premium deshalb rechnen.

Lohnt sich ein Wechsel des Lizenzpartners auch mitten in der Laufzeit?

Das lässt sich nur im Einzelfall beantworten. Entscheidend sind die Einsparung gegenüber Ihren aktuellen Preisen, die Restlaufzeit Ihrer Abonnements und die Kündigungsbedingungen Ihres bisherigen Vertrags. Die InSys AG® rechnet Ihnen das gern konkret durch.

Sie möchten wissen, ob Sie für Ihre Microsoft 365 Lizenzen zu viel bezahlen?

Von der Lizenz bis zum dauerhaft abgesicherten Tenant: Sie sprechen von Anfang an mit den Menschen, die Ihr Projekt umsetzen.

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