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Microsoft Teams neue Funktionen: Was die Roadmap ab November 2026 bringt

NewsThomas Honemeyer, Vorstand

Deepfake-Erkennung, ein Copilot-Agent am Telefon und zwei Bildschirmfreigaben gleichzeitig: Wir haben die Microsoft 365 Roadmap für Teams ausgewertet und zeigen, was ab November 2026 kommt und welche Einstellungen Administratoren schon jetzt prüfen sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Microsoft plant laut Microsoft 365 Roadmap ab November 2026 zahlreiche neue Funktionen für Teams, darunter eine Deepfake-Erkennung über zertifizierte Drittanbieter und Warnungen vor Identitätsbetrug in Meetings.
  • In Meetings sollen künftig zwei Personen gleichzeitig ihren Bildschirm teilen und Teilnehmende Nebenunterhaltungen direkt aus dem laufenden Meeting starten können.
  • Mit Teams Phone und einer Copilot-Lizenz soll ein Copilot-Agent eingehende Anrufe annehmen, das Anliegen erfragen und den Anruf erst danach an Sie weitergeben.
  • Schon im Oktober 2026 ändern sich Standardeinstellungen, etwa bei der Dateifreigabe in Chats mit externen Personen und bei der Meldefunktion an Microsoft Defender, die Administratoren jetzt prüfen sollten.

Welche neuen Funktionen bringt Microsoft Teams ab November 2026?

Microsoft Teams neue Funktionen im Überblick: Die Microsoft 365 Roadmap kündigt für November 2026 eine besonders große Welle an Neuerungen an, zeitlich passend zur Microsoft Ignite im November. Wir haben die Roadmap-Einträge ausgewertet und nach ihrer Bedeutung für Unternehmen sortiert. Wichtig für Ihre Planung: Alle Termine sind Zieltermine von Microsoft und können sich verschieben. Die meisten Funktionen gelten zunächst für die weltweite kommerzielle Microsoft Cloud.

Sicherheit: Teams schützt Meetings vor Deepfakes und Identitätsbetrug

Der größte Block der kommenden Neuerungen betrifft die Sicherheit in Besprechungen. Microsoft behandelt Teams damit zunehmend wie E-Mail: als Angriffsfläche, die aktiv geschützt und überwacht werden muss.

  • Deepfake-Erkennung über zertifizierte Drittanbieter (Roadmap 573451): Zertifizierte Anbieter analysieren Audio und Video im Meeting und senden Erkennungssignale an Teams. Die Erkennung selbst leistet der Drittanbieter, Teams stellt die Integration bereit. Welche Anbieter zertifiziert werden, hat Microsoft noch nicht bekannt gegeben.
  • Schutz vor Identitätsbetrug (Roadmap 573157): Teams zeigt Warnungen und Risikohinweise zu Teilnehmenden und Organisatoren, die sich als jemand anderes ausgeben.
  • Bedingter Zugriff für sensible Meetings (Roadmap 571879): Conditional Access lässt sich gezielt auf ausgewählte, besonders schützenswerte Besprechungen anwenden.
  • Verdächtige Gästeeinladungen melden (Roadmap 571297): Anwender können auffällige Einladungen direkt aus Teams an die IT melden.
  • Eigene Liste blockierter Dateitypen (Roadmap 571298): Administratoren können festlegen, welche Dateitypen in Teams gesperrt werden.

Der bedingte Zugriff für einzelne Meetings setzt eine saubere Grundkonfiguration voraus. Wie Sie diese aufbauen, zeigt unser Leitfaden zu Conditional Access in Microsoft 365.

Meetings: Zwei Präsentierende gleichzeitig und Nebenunterhaltungen

  • Zwei Bildschirmfreigaben gleichzeitig (Roadmap 80239): Zwei Personen können parallel ihren Bildschirm teilen, alle Teilnehmenden sehen beide Inhalte. Genannt sind zunächst Teams auf dem Desktop und im Web. Mobile Apps, Teams Rooms und VDI-Umgebungen führt der Roadmap-Eintrag bisher nicht auf.
  • Nebenunterhaltungen im Meeting (Roadmap 573156): Aus einer laufenden Besprechung heraus lassen sich Chats mit einzelnen Personen oder kleinen Gruppen starten, ohne das Meeting zu verlassen. Geplant ist das für den Desktop-Client.
  • Namen der Personen im Besprechungsraum (Roadmap 570846): In Teams Rooms on Windows sollen Remote-Teilnehmende ab Mitte November per Mouse-over sehen, wer im Raum sitzt. Voraussetzung ist, dass die Personen ein Gesichtsprofil angelegt haben. Das soll künftig freiwillig über die eigene Kamera möglich sein, Administratoren können die Funktion ein- und ausschalten.

Für die Gesichtserkennung in Besprechungsräumen empfehlen wir, vor dem Rollout die Standardeinstellung festzulegen und das Thema mit Datenschutz und gegebenenfalls Betriebsrat abzustimmen.

Teams Phone: Ein Copilot-Agent nimmt Ihre Anrufe an

  • Intelligente Anrufdelegation (Roadmap 565216): Ein Copilot-Agent nimmt eingehende Anrufe an, fragt nach dem Anliegen und zeigt Ihnen den Kontext in Teams. Sie entscheiden dann, ob Sie das Gespräch annehmen. Folgetermine kann der Agent über Microsoft Bookings vereinbaren. Voraussetzung sind Teams Phone und eine Copilot-Lizenz.
  • Größerer Anrufverlauf: Der Verlauf wächst von 100 auf bis zu 3.000 Einträge oder sechs Monate, je nachdem, was zuerst erreicht ist. Verpasste Anrufe und Voicemails werden zu einem Eintrag zusammengeführt.

Bereits seit Ende September allgemein verfügbar ist der Teams Phone Agent, ein KI-Empfang vor Ihren Warteschleifen. Er wird nutzungsabhängig über Copilot Credits abgerechnet. Legen Sie deshalb vor dem Start eine Ausgabenrichtlinie fest. Mehr zu Rufnummern, SIP Trunk und Lizenzen finden Sie auf unserer Seite zur Microsoft Teams Telefonie, zu den Copilot-Lizenzen auf der Seite zur Einführung von Microsoft 365 Copilot.

Events: Mehr Kontrolle für Webinare und Town Halls

  • Eigene Richtlinie für Teilnahmeberichte (Roadmap 567466): Für Webinare und Town Halls gibt es eine separate Richtlinie. Sie können Organisatoren von Events Zugriff auf Teilnahme- und Engagement-Berichte geben, ohne die Meeting-Berichte freizuschalten.
  • Einladungen zur Registrierung (Roadmap 573250): Für Events mit Registrierung verschickt Teams E-Mail-Einladungen an ausgewählte Personen und Gruppen, sich anzumelden. Geplant ist das zunächst im Web.
  • Externe Referenten im Event-Gruppenchat (Roadmap 573706): Der interne Chat für Organisatoren und Präsentierende soll auch externe Referenten unterstützen.

Wichtig für die Lizenzplanung: Event-Funktionen richten sich nach der Basislizenz des Organisators. Mit Business-Lizenzen erhalten Sie die grundlegenden Funktionen für bis zu 1.000 aktiv teilnehmende Personen, mit den E-Lizenzen die erweiterten Funktionen wie Umfragen, Wartelisten und Produktionswerkzeuge für bis zu 3.000. Das neue Teams Premium bringt laut Microsoft keine zusätzlichen Event-Funktionen. Wer Teams Premium vor dem 1. April 2026 gekauft hat, behält die erweiterten Funktionen bis zum Ende der Laufzeit. Wir prüfen gern, welche Lizenz für Ihre Events passt, als Microsoft Direct CSP für Microsoft 365 Lizenzen.

Was sollten Administratoren schon jetzt einstellen?

Einige Änderungen greifen bereits im Oktober 2026 und schalten Funktionen standardmäßig ein. Diese Punkte sollten Sie jetzt prüfen:

  1. Dateifreigabe in Chats mit externen Personen: Ab Ende Oktober können Anwender in Chats mit externen Organisationen Dateien teilen. Die Dateien liegen im OneDrive des Absenders. Betroffen sind Tenants, die die Richtlinie nie angepasst haben. Wenn Sie das nicht möchten, deaktivieren Sie die Option in der Teams-Dateirichtlinie (Parameter FileSharingInChatsWithExternalUsers).
  2. Meldefunktion an Microsoft Defender: Ab dem 25. Oktober können Anwender verdächtige Nachrichten, Anrufe und Meetings melden. Die Meldungen landen in Defender for Office 365. Legen Sie fest, wer diese Meldungen regelmäßig auswertet.
  3. Zugriff auf Besprechungstranskripte über die Graph-API: Dieser Zugriff ist inzwischen standardmäßig deaktiviert. Apps und Agenten von Drittanbietern können Transkripte erst lesen, wenn Sie den Zugriff ausdrücklich erlauben. Prüfen Sie, welche Werkzeuge in Ihrem Unternehmen Transkripte nutzen.
  4. Aufbewahrung von Copilot-Interaktionen: Bisherige Teams-Aufbewahrungsrichtlinien decken Copilot-Interaktionen nicht mehr ab. Legen Sie dafür eine eigene Richtlinie an, etwa in Microsoft Purview für Compliance.

Wie unterstützt die InSys AG® bei neuen Teams-Funktionen?

Die InSys AG® ist Microsoft Solutions Partner für Security, für KI-Geschäftslösungen und für Azure Infrastructure sowie Microsoft Direct CSP. Kunden lizenzieren über die InSys AG® mehr als 80.000 Microsoft 365 Lizenzen. Wir prüfen, welche Roadmap-Änderungen Ihren Tenant betreffen, setzen die passenden Richtlinien und bereiten Ihre Anwender auf die Neuerungen vor.

Ob Sie Teams neu ausrollen oder die neuen Funktionen in einer bestehenden Umgebung einführen: Unsere Seite zur Microsoft Teams Einführung zeigt unser Vorgehen, die Microsoft Teams Schulung bereitet Anwender und Admins vor. Einen Überblick über alle Leistungen finden Sie auf unserer Seite als Microsoft 365 Partner für Security und Lizenzen. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 (521) 260105-0 oder über das Kontaktformular am Ende dieser Seite.

Häufige Fragen

Wann kommen die neuen Funktionen in Microsoft Teams?

Für die meisten hier beschriebenen Funktionen nennt die Microsoft 365 Roadmap November 2026 als Zieltermin. Microsoft rollt neue Funktionen schrittweise aus, und Zieltermine können sich verschieben. Den aktuellen Stand finden Administratoren in der Microsoft 365 Roadmap und im Nachrichtencenter des Microsoft 365 Admin Centers.

Erkennt Microsoft Teams Deepfakes selbst?

Nein. Laut Roadmap übernehmen zertifizierte Drittanbieter die Erkennung von synthetischem Audio und Video. Teams stellt die Integration bereit und zeigt die Erkennungssignale im Meeting an. Welche Anbieter zertifiziert werden, hat Microsoft noch nicht bekannt gegeben.

Welche Lizenz braucht die intelligente Anrufdelegation mit Copilot?

Die intelligente Anrufdelegation, bei der ein Copilot-Agent eingehende Anrufe annimmt und das Anliegen erfragt, setzt laut Roadmap Teams Phone und eine Copilot-Lizenz voraus. Der allgemeine Zieltermin ist November 2026.

Bringt das neue Teams Premium zusätzliche Event-Funktionen?

Nein. Laut Microsoft richten sich die Event-Funktionen nach der Basislizenz des Organisators. Erweiterte Funktionen für Webinare und Town Halls gibt es mit den E-Lizenzen. Wer Teams Premium vor dem 1. April 2026 gekauft hat, behält die erweiterten Funktionen bis zum Ende der Laufzeit.

Welche Teams-Einstellungen sollten Administratoren jetzt prüfen?

Prüfen Sie die Dateifreigabe in Chats mit externen Personen, die ab Ende Oktober 2026 standardmäßig eingeschaltet wird, die Meldefunktion an Microsoft Defender ab dem 25. Oktober 2026, den Zugriff von Drittanbieter-Apps auf Besprechungstranskripte sowie die Aufbewahrungsrichtlinien für Copilot-Interaktionen.

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