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Patch Management im KI-Zeitalter: Warum die Zahl der Sicherheitsupdates so stark steigt

NewsThomas Honemeyer, Vorstand

Hersteller veröffentlichen spürbar mehr Sicherheitsupdates als früher. Ein wesentlicher Grund: KI findet Schwachstellen schneller. Für Unternehmen wird Patch Management damit zur Daueraufgabe, die automatisiert werden muss.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl der Sicherheitsupdates steigt bei vielen Herstellern deutlich an.
  • Ein wichtiger Treiber ist der Einsatz von KI, mit der Hersteller und Sicherheitsforscher Code systematisch nach Schwachstellen durchsuchen und Systeme härten.
  • Dieselben Werkzeuge stehen auch Angreifern zur Verfügung, deshalb wird die Zeit zwischen Veröffentlichung eines Patches und ersten Angriffen kürzer.
  • Manuelles Patch Management hält mit diesem Tempo nicht mehr Schritt, Unternehmen brauchen automatisierte und gestaffelte Update-Prozesse.
  • Die InSys AG® automatisiert Patch Management für Microsoft 365, Windows und UniFi Netzwerke.

Warum gibt es heute so viele Sicherheitsupdates?

Wer Patch Management in seinem Unternehmen verantwortet, merkt es seit Monaten: Die Zahl der Sicherheitsupdates nimmt spürbar zu. Betriebssysteme, Browser, Firewalls, Switches und Access Points erhalten häufiger Patches als noch vor wenigen Jahren. Das ist kein Zeichen dafür, dass Software schlechter geworden ist. Im Gegenteil: Es zeigt, dass Hersteller ihre Produkte heute deutlich gründlicher untersuchen.

KI härtet Systeme schneller als je zuvor

Aus unserer Sicht ist der wichtigste Treiber dieser Entwicklung der Einsatz von künstlicher Intelligenz. Hersteller und Sicherheitsforscher lassen KI-Modelle große Mengen Quellcode analysieren, Angriffsszenarien durchspielen und verdächtige Muster erkennen. Schwachstellen, die früher jahrelang unentdeckt blieben, werden so in kurzer Zeit gefunden und geschlossen.

Für die Sicherheit ist das eine gute Nachricht. Jede gefundene Lücke, die ein Hersteller schließt, kann von Angreifern nicht mehr ausgenutzt werden. Die Kehrseite: Jede dieser Lücken erzeugt ein Update, das in Ihrem Unternehmen auch tatsächlich installiert werden muss.

Hinzu kommt, dass KI nicht nur neuen Code prüft. Auch ältere Komponenten, Bibliotheken und Treiber, die seit vielen Jahren im Einsatz sind, werden jetzt systematisch untersucht. Deshalb erscheinen Updates oft auch für Produkte, die lange als stabil und ausgereift galten.

Angreifer nutzen dieselben Werkzeuge

KI steht nicht nur Herstellern zur Verfügung. Auch Angreifer setzen KI ein, um veröffentlichte Patches zu analysieren und daraus in kurzer Zeit funktionierende Angriffe abzuleiten. Das Zeitfenster zwischen der Veröffentlichung eines Sicherheitsupdates und den ersten Angriffen auf ungepatchte Systeme wird dadurch kleiner.

Das bedeutet für Unternehmen: Ein Update, das erst Wochen später eingespielt wird, kommt im Ernstfall zu spät. Ein Sicherheitsupdate ist für Angreifer gleichzeitig eine Beschreibung, wo sich eine Lücke befindet.

Welche Systeme beim Patch Management oft vergessen werden

In der Praxis sehen wir immer wieder, dass Windows-Clients gut gepflegt sind, andere Systeme aber nicht. Typische Lücken im Patch Management sind:

  • Firewalls und Gateways, deren Firmware seit Monaten nicht aktualisiert wurde.
  • Switches, Access Points und Kameras, die nach der Installation nicht mehr angefasst wurden.
  • Server, bei denen Updates aus Sorge vor Ausfällen immer wieder verschoben werden.
  • Anwendungen von Drittanbietern, die nicht über Windows Update aktualisiert werden.

Gerade Netzwerkgeräte sind ein lohnendes Ziel, weil sie direkt am Internet hängen und oft ohne Überwachung laufen.

Was bedeutet das für Ihr Patch Management?

Manuelles Patchen nach Feierabend oder einmal im Monat reicht bei diesem Tempo nicht mehr aus. Ein zeitgemäßes Patch Management sollte diese Punkte erfüllen:

  • Automatisierung: Updates werden ohne manuelles Zutun verteilt und installiert.
  • Staffelung: Neue Updates gehen zuerst an eine kleine Testgruppe und danach in Wellen an alle Geräte.
  • Vollständigkeit: Neben Windows und Microsoft 365 gehören auch Firewalls, Switches, Access Points und Kameras dazu.
  • Transparenz: Sie sehen jederzeit, welche Geräte aktuell sind und wo Updates fehlen.
  • Priorisierung: Kritische Sicherheitsupdates werden vorgezogen statt auf das nächste Wartungsfenster zu warten.

Für Unternehmen, die unter NIS2 fallen, ist ein geregeltes Patch Management zudem Teil der geforderten Risikomanagementmaßnahmen. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zu NIS2 und Microsoft 365.

So automatisiert die InSys AG® Ihr Patch Management

Als Microsoft Solutions Partner für Security setzen wir für Windows und Microsoft 365 auf Windows Autopatch und die Geräteverwaltung mit Microsoft Intune. Updates laufen so automatisch und in Wellen auf Ihre Endgeräte, und Sie behalten den Überblick über den Patch-Stand.

Für Netzwerke übernimmt unser UniFi Managed Service die Überwachung und Aktualisierung Ihrer UniFi Firewalls, Switches und Access Points. Einen Überblick über alle Leistungen rund um die Absicherung Ihrer Umgebung finden Sie auf unserer Seite zu Microsoft 365 Security.

Sie möchten wissen, wie gut Ihr Unternehmen bei Updates aufgestellt ist? Rufen Sie uns an unter +49 (521) 260105-0 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Was ist Patch Management?

Patch Management ist der Prozess, mit dem Unternehmen Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen für Betriebssysteme, Anwendungen und Netzwerkgeräte erfassen, testen, verteilen und kontrollieren.

Warum gibt es aktuell so viele Sicherheitsupdates?

Hersteller und Sicherheitsforscher setzen zunehmend KI ein, um Code nach Schwachstellen zu durchsuchen. Dadurch werden mehr Lücken gefunden und geschlossen, und jede geschlossene Lücke führt zu einem Update.

Warum sollten Sicherheitsupdates schnell installiert werden?

Angreifer analysieren veröffentlichte Patches ebenfalls mit KI und entwickeln daraus schnell Angriffe. Je länger ein Update nicht installiert ist, desto größer ist das Risiko.

Wie lässt sich Patch Management automatisieren?

Für Windows und Microsoft 365 eignen sich Windows Autopatch und Microsoft Intune, die Updates automatisch und gestaffelt verteilen. Netzwerkgeräte wie UniFi Firewalls und Switches lassen sich über einen Managed Service zentral aktualisieren.

Sie möchten Ihr Patch Management automatisieren? Sprechen Sie mit uns.

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